Börsen und Anlegerverhalten im psychologischen Kontext, Liste einiger Grundregeln für Anleger

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Wirtschaft allgemein und Börse speziell haben sehr viel mit Psychologie zu tun. Good- und Bad-News beeinflussen auf ihre jeweils spezifische Art Mensch und Finanzwelt.
Insbesondere der Anleger ist in Krisenzeiten angehalten Resilienz zu üben bzw. anzutrainieren, um in der Lage zu sein, die positiven Bewertungskriterien herauszufiltern, damit sinnvolle Handlungen ausgeführt werden können.
Immer wieder kommt es zu einem Sinkflug an den Börsen und immer wieder erkennt man zwei Reaktionsarten, Panik und busi­ness as usu­al.
Entscheidend ist, dass man gerade in diesen Zeiten günstig investieren kann, um nach der Krise hohe Renditen einzufahren.

Einige Grundregeln:
Auf keinen Fall vom politischen oder journalistischen Tagesgeschwätz beeinflussen lassen.
Hat man in ein börsennotiertes Unternehmen investiert, ist das nicht die Wurstbude vor der Haustür, sondern normalerweise ein weltweit agierender Konzern, sodass eine hinreichend objektive makroökonomische Beurteilung erforderlich ist, was bedeutet, dass die politischen und geopolitischen Entwicklungen im Fokus sein müssen.
Als Informationsquelle ist es ratsam, die weltweit wichtigsten Wertpapierbörsen zu nutzen.

Sinnvollerweise erstellt man ein Anlageportfolio mit mehreren Einzelaktien, dabei sollten die folgenden Kriterien beachtet werden:
Diversifikation zur Risikostreuung.
Nur in Branchen/Unternehmen investieren, die man kennt, oder zumindest eine Affinität besitzt.
Beurteilung/Beobachtung von Veränderungen im Führungsmanagement.
Beurteilung/Beobachtung von Änderungen in der Unternehmensausrichtung bzw. der Unternehmensstruktur.
Lesen und Einschätzung der Quartals- und Jahresberichte.

Eine Alternative zum Einzelindex-Portfolio sind ETF (Exchange Traded Fund) und der MSCI World Index (Morgan Stanley Capital International World Index).
ETF: Ein einziger ETF kann tausende Unternehmen enthalten, was das Risiko gegenüber Einzelaktien deutlich reduziert. ETFs sind ohne aktives Management und daher sehr kostengünstig. Sparpläne mit kleinen Einzahlraten sind möglich und es gibt ausschüttende und thesaurierende ETFs.
MSCI World: Der MSCI World ist ein Aktienindex, der in die weltweit größten Unternehmen investiert, d. h. er orientiert sich an der Entwicklung von ca. 1600 Großunternehmen aus derzeit 23 Industrieländern.
Vorteile dieser Anlagearten: Gut geeignet für unerfahrene Anleger, hohe Diversifikation und dadurch Risikominimierung.
Nachteil dieser Anlagearten: Bei sehr hoher Diversifikation steigt auch das Risiko, dass toxische Papiere enthalten sein können.

Derivate.
Ein Derivat ist ein Finanzprodukt, dessen Wert sich von einem anderen Vermögenswert ableitet, wie z.B. einer Aktie, einem Rohstoff oder einer Währung. Derivate werden häufig zur Spekulation auf Kursbewegungen oder zur Risikoabsicherung eingesetzt. Es gibt verschiedene Arten von Derivaten, darunter Futures, Optionen, Swaps und CFDs (Differenzkontrakte).
Derivate mit Hebelwirkung:
Bei diesen Produkten schließt man Wetten auf fallende oder steigende Kurse ab. Bedingt durch die Hebelwirkung können sehr hohe Gewinne erzielt werden, aber auch Totalverlust.
Aufgrund des hohen Risikogehaltes dieser Produkte, sollten sie nur erfahrene Anleger verwenden.
Ca. achtzig Prozent der Privatanleger und Anleger mit wenig Erfahrung erleiden Verluste mit Derivaten.

Tages-Trading, Hochfrequenz-Trading, KI-Trading.
Vorbemerkung:
Für unerfahrene Anleger ist in diesen Bereichen Vorsicht geboten, weil es viele betrügerische Machenschaften gibt.
Zunächst sollte man wissen um was es sich handelt und in die Thematik einarbeiten.
Für das Traden ist ein professionelles Tool nötig und zugehörige It-Fähigkeiten, sollten diese nicht vorhanden sein, wäre solide Schulung ratsam.

Trading und Handhabung von Derivaten und Hebelprodukten.
Ein professinelles Trading-Tool ist das Bloomberg Terminal, (Lizenzgebühr erforderlich, bis ca. 25.000 Euro pro Jahr). Eine Liste empfehlenswerter Alternativen, weitestgehend kostenfrei:

  • OpenBB, Build your own financial workspace
  • Swiss‑Quant, Skalierbare, massgeschneiderte digitale Vermögensverwaltungslösungen
  • Koyfin, Modern investment platform for advisors and investors
  • TradingView, Traden mit weltweit anerkannten und eingehend geprüften Brokern
  • FRED, Federal Reserve Bank of St. Louis
  • TIKR, Fundamental Analysis Tool for Investors

Sinnvoll ist jedenfalls eine vertrauenswürdige Bank mit einem Portfolio-Service inklusive eines transparenten und soliden Derivate-Angebotes.
Es sollte die Möglichkeit geboten werden, seine Börsenaktivitäten eigenverantwortlich, oder nötigenfalls, mit professineller Beratung, durchzuführen.
Zu nennen wäre als Beispiel die ING-Direktbank.

KLAUS ULLMANN ART.
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